Schwangerschaftstest

Schwangerschaftstest – Wann und wie kann man testen?

Schwangerschaftstest

Ab der 6. Schwangerschaftswoche kann eine Befruchtung mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Bereits sechs bis neun Tage nach Befruchtung gibt ein Bluttest Aufschluss über eine Schwangerschaft. Die in Deutschland aber am häufigsten genutzte Variante ist der Urintest, der dir direkt zu Hause bestätigt, ob du schwanger bist oder nicht. Nach 14 Tagen  kann diese Messung der Beta-hCG-Konzentration ein Ergebnis mit einer Zuverlässigkeit von 95% liefern.

 

Welche Schwangerschaftstests gibt es?

Ist es zu einer Befruchtung gekommen, so wächst die Plazenta (Muttermund) durch embryonalem Gewebe nach und nach heran. Innerhalb der Plazenta befindet sich das besagte Schwangerschaftshormon Beta-hCG (= Beta-humanes Choriongouadotropin).

Zum einen gibt es Schwangerschaftstests, die bereits auf kleinere Mengen Beta-HCG reagieren. So ist es möglich auch bis zu sechs Tage vor dem Ausbleiben der Monatblutung auf eine Schwangerschaft hin zu testen. Allerdings kann man bei einem negativen Frühtest nicht mit Sicherheit wissen, ob dieser nicht zu früh durchgeführt wurde. Es kann durchaus sein, dass die Menstruation in diesem Zyklus etwas später einsetzt. Die Fehlerquote des Urin-Frühtests ist sehr hoch, weshalb es sich empfiehlt einen Test erst nach Ausbleiben der Regel durchzführen.

Zum anderen gibt es Tests, die erst einige Tage nach dem Einsetzen der Menstruation angewendet werden können. Diese werden ab drei bis fünf Tage nach dem Tag der erwarteten Mentruation genutzt, sofern diese ausgeblieben ist oder ungewöhnlich schwach ausfällt. Zwar gibt es mittlerweile auch Schwangerschaftstests, die eine Nutzung schon ab dem ersten Tag der ausbleibenden Regel versprechen. Allerdings müsstest du deinen Zyklus hier ganz genau kennen und nicht immer ist dieser so präzise. Wird der normale Urintest zwei Wochen nach der Befruchtung, also zum eigentlichen Zeitpunkt der Periode angewendet, liefert er dir ein sehr sicheres Ergebnis.

Bei einem Bluttest lässt sich HCG schon sechs bis neun Tage nach der Befruchtung nachweisen. Also noch vor dem Ausbleiben der Menstration. Die Untersuchung kannst du bei einem Frauenarzt durchführen lassen. Das Ergebnis des Tests liegt nach etwa 24 Stunden vor. Des Weiteren gibt es solche Tests, die anzeigen können wie lange eine Befruchtung bereits zurückliegt – sofern dieser zuvor positiv ausgefallen ist. Per Ultraschall kann eine Schwangerschaft erst einige Tage nach dem Ausbleiben der Periode festegestellt werden. Hier ist dann eine kleine Fruchthöhle in der Gebärmutter zu erkennen.

 

Wie werden Urin- und Bluttest durchgeführt?

Urin- und BluttestDer Urintest ist der geläufigste Schwangerschaftstest, der zum Nachweis einer Schwangerschaft durchgeführt wird. Diesen bekommst du bereits für wenig Geld in der Apotheke, einer Drogerie oder einem Supermarkt zu kaufen. Ein Teststreifen wird dabei in den Urin getaucht. Es empfiehlt sich den Test morgens durchzuführen, da zu dieser Zeit die HCG-Konzentration am höchsten ist. Kommt der Urin nun mit dem Teststreifen in Berührung reagieren die sich darauf befindenden HCG-Antikörper mit dem Hormon im Urin. Bist du schwanger, wird dies durch einen farbigen Strich oder ein Plus-Zeichen angezeigt. Es dauert einige Minuten, bis das Ergebnis auf dem Teststreifen zu sehen ist.

Einige Tests zeigen auch an, wie lange die Befruchtung zurückliegt. Auch gibt es Schwangerschaftstests, die das Ergebnis digital mit „schwanger“ oder „nicht schwanger“ anzeigen. Da es verschiedene Arten von Urintests gibt, die sich zwar nur minimal unterscheiden, solltest du die Anleitung des jeweiligen Tests immer genaustens lesen, um ein präzises Ergebnis zu erzielen.

Bei einem Bluttest wird dir von einem Arzt oder in einem Labor Blut abgenommen. Darin wird dann die Menge an Beta-HCG gemessen. Dadurch kann nicht nur festgestellt werden, ob du schwanger bist, sondern auch wie alt der Embryo bereits in etwa ist. Dieser Test wird immer dann durchgeführt, wenn eine intakte Schwangerschaft nachgewiesen werden soll, wenn der Verdacht einer Eileiterschwangerschaft besteht oder die Schwangerschaft noch festgestellt werden soll, bevor ein Urintest möglich ist. Zudem dient dieser Test dazu Fehlentwicklungen ausschließen zu können.

Entscheidendes Kriterium: Beta-HCG-Konzentration

Beta-HCG-Konzentration bei Schwangerschaft

Zu Anfang einer Schwangerschaft erhöht sich die Hormonkonzentration im Blut, sodass sie sich ungefähr alle zwei Tage verdoppelt. Ihr Maximum erreicht die Konzentration zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche. Ist das Maximum erreicht, kann der Mutterkuchen die wichtigen Hormone selbst bilden. Dadurch fällt die Konzentration des Beta-HCG im Blut danach ab. Ein nun durchgeführter Schwangerschaftstest würde nur noch ein leicht positives Ergebnis anzeigen. Um ein wirklich sicheres Ergebnis bei einem Bluttest zu erhalten, müssen zwei aufeinanderfolgende Tests durchgeführt werden. Denn die Kontentration des Beta-HCG kann von Woche zu Woche sehr unterschiedlich sein.

Das Beta-HCG gibt aber auch noch über andere Dinge Auskunft. Beispielsweise soll es das Erbrechen in der Schwangerschaft auslösen. Auch kann es wichtige Informationen über den Zustand des Embryos geben. So kann ein erhöhter Wert ein Hinweis auf eventuelle Chromosomenschäden sein oder auch auf eine Mehrlingsschwangerschaft hinweisen. Zudem ist ein erhöhter Wert ein Hinweis auf eine Präeklampsie oder eine Eklampsie. Bei Ersterer handelt es sich um schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck, bei Zweiterem um eine Verschlechterung der Präeklampsie, die bis zum Koma führen kann. Auch bei verschiedenen Krebsarten wie Eierstockkrebs, Blasenkrebs, Lungenkrebs usw. kann die Konzentration erhöht sein.

Wird die Konzentration des Beta-HCG regelmäßig gemessen, ist es zudem möglich eine gesunde Schwangerschaft von einer Eileiterschwangerschaft, einer Fehlgeburt, einem Absterben der Frucht oder einer Blasenmole (eine blasenförmige Fehlbildung der Chorionzotten der Plazenta) zu unterschieden. Außerdem wird das Beta-HCG auch therapeutisch eingesetzt. Hierbei wird es zur Auslösung des Eisprungs, sowie bei künstlichen Befruchtungen genutzt.

3-4 Wochen: 9 – 130 IU/l

4-5 Wochen: 75 – 2.600 IU/l

5-6 Wochen: 850 – 20.800 IU/l

6-7 Wochen: 4.000 – 100.200 IU/l

7-12 Wochen: 11.500 – 289.000 IU/l

12-16 Wochen: 18.300 – 137.000 IU/l

16-29 Wochen: 1.400 – 53.000 IU/l

29-41 Wochen: 940 – 60.000 IU/l

Du kannst also aus der

Falsches Ergebnis beim Schwangerschaftstest

Es ist durchaus möglich, dass es zu einem falschen Testergebnis kommen kann. Dies kann unterschiedlichste Gründe haben. Vielleicht wurde der Schwangerschaftstest falsch angewendet oder der Test durfte gar nicht mehr benutzt werden. Auch bestimmte Medikamente können ein Ergebnis beeinflussen. Wie genau ein Test durchzuführen ist, ist immer aus der Packungsbeilage ersichtlich.

 Zeigt ein Schwangerschaftstest ein falsches positives Ergebnis  an, kann dies zum einen daran liegen, dass die Befruchtung und Einnistung in der Eizelle zwar stattgefunden hat, es jedoch nach kurzer Zeit zu einer Fehlentwicklung gekommen ist. Hier spricht man von einem Frühestabort oder einer sehr frühen Fehlgeburt. Gewisse Hormonpräparate, die es bei einer künstliche Befruchtung bedarf können mitunter auch zu einem falschen positiven Ergebnis führen.

Wie bereits erwähnt, sind auch Krebserkrankungen ein Grund dafür, dass die Konzentration des Beta-HCG erhöht ist und so für einen falsch-positiven Schwangerschaftstest gesorgt wird.

Auch kann ein falsch-positives Ergebnis vorliegen, wenn Medikamente mit HCG eingenommen werden. Andersherum ist auch der Fall möglich, dass eine Reaktion der Beta-HCG-Antilörper gegenüber Protein oder Blut im Urin vorliegt. 

Achte unbedingt darauf, dass dein Gefäß (idealerweise Uringefäß) nicht verschmutzt ist.

 Führt ein Schwangerschaftstests zu einem falschen negativen Ergebnis  wurde der Test eventuell zu früh durchgeführt, sodass der Beta-HCG-Spiegel noch nicht im Urin nachweisbar war. Auch kann der Test negativ sein, wenn er in einer späteren Schwangerschaftswoche druchgeführt wird. Hier ist die Konzentration des Beta-HCG dann bereits geringer geworden. Oder bei der Anwendung des Tests ist etwas schief gegangen. Beispielsweise wurde der Teststreifen zu lange in den Urin gehalten.

Chancen auf Schwangerschaft steigern

Vielleicht seid ihr als Paar schon eine ganze Weile dran, euren Kinderwunsch Realität werden zu lassen, doch es will einfach nicht gelingen. Dann solltest du dir auf jeden Fall noch die folgenden Tipps ansehen, die dazu beitragen mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit ein Baby zu bekommen.

  • Verzichte auf  Alkohol. Nicht erst, wenn du schwanger bist, solltest du deinen Alkohol-Konsum reduzieren bzw. anstellen, sondern auch zur Befruchtung ist dies ein entscheidender Faktor. Alkohol in größeren Mengen schädigt, wie du wahrscheinlich bereits weißt die Gesundheit im Allgemeinen. Auch die Fortpflanzungsorgane sind davon betroffen und das bereits bei kleineren Alkohol-Mengen.
  • Zigarettenraucher haben mit dem Kinderwunsch einen ultimativen Motivations-Booster. Für Mann und Frau gleichermaßen ist es nachteilig zu rauchen und auf ein Baby zu hoffen. Bei der Frau ist die Funktionalität der Eierstöcke sowie des Hormonhaushalts bei Nikotin-Konsum eingeschränkt. Solltest du gar eine ganze Schachtel oder mehr täglich rauchen, so hast du im Schnitt mit einer doppelten Wartezeit auf eine Schwangerschaft zu rechnen. Raucht der Mann, so  führt das zum einen zu einer verringerten Spermien-Anzahl, zum anderen ist auch die Qualität der Spermien beeinträchtigt. Dabei ist übrigens bei beiden Geschlechtern die Erfolgschance bei künstlichen Befruchtungen ebenfalls von Nachteil. 
  • Halte den Koffein-Spiegel niedrig. Du bemerkst ein „Zuviel“ in der Regel schnell, denn der Körper meldet dir da in Form von: Zittern, Schwindel oder auch Schweißausbrüchen. In der Folge minimiert sich dadurch die Chance auf eine Befruchtung, wie Studien bereits bestätigt haben. Extrem einschränken musst du dich jedoch auch nicht, denn knapp zwei Tassen Kaffee oder ein halber Liter Cola am Tag sind noch im Rahmen.
  • Reduziere deinen Stress. Versuche Stress nicht als Naturgesetz zu betrachten, das kommt und geht. Der Schlüssel liegt darin, dich zu entscheiden auf die täglichen Dinge die zu tun sind mit einer möglichst entspannten Art und Weise zu reagieren. Das ist allerdings ein Prozess, den wir unser Leben lange üben können. Auf der anderen Seite solltest du natürlich schauen, die Dinge, die dich im Leben zu sehr unter Druck setzen zu verringern. „Simplify your life“ ist ein Slogan, der sich in unserer gehetzten Welt, schon als sehr wirksame Lebenshaltung bewährt hat. 

Fazit

Wenn du feststellen willst, ob du schwanger bist oder nicht, hast du also verschiedene Möglichkeiten. Bei der Durchführung eines Tests bei dir zu Hause solltest du dir die Anleitung genaustens durchlesen, um ihn richtig anzuwenden. Nur so bekommst du ein sicheres Ergebnis. Solltest du dir dennoch unsicher sein, kann dir ein Arzt weiterhelfen oder du entscheidest dich gleich für einen präzisen Bluttest. So ist die Gefahr minimiert, dass du zu einem falsch-negativen oder falsch-positiven Ergebnis kommst. Bei der richtigen Anwendung bietet ein Schwangerschaftstest mit Urin jedoch eine Verlässlichkeit von 95 Prozent.

SaveSaveSaveSave

SaveSave

SaveSave

SaveSave