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Bauchnabelpiercing für Schwangere – Was beachten

Einige Frauen besitzen einen Piercing am Bauchnabel. Vielen stellt sich, wenn sie Schwanger werden, die Frage, was mit dem Piercing passiert. In der Schwangerschaft wird der Bauch größer und die Haut wird geweitet. Viele stellen sich die Frage, ob es riskant ist das Piercing während der Schwangerschaft zu tragen. Eine Antwort auf diese Frage und welche Alternativen, wie etwa der Bauchnabelpiercing für Schwangere es noch gibt, sowie deren Vor- und Nachteile, findest du in diesem Ratgeber.

Bauchnabelpiercing für Schwangere

Drei Möglichkeiten im Überblick

  • Bauchnabelpiercing weiterhin tragen
  • Piercing ersetzen durch ein Schwangerschaftspiercing
  • Das Piercing direkt zu Beginn entfernen

Das Bauchnabelpiercing weiterhin tragen

Es ist möglich das Bauchnabelpiercing zunächst weiterhin zu tragen. Jedoch kann es sein, dass du dann mit unangenehmen Konsequenzen rechnen musst. Das Piercing unverändert weiter zu tragen, kann dazu führen, dass der Stichkanal einreißt. Das Gewebe um den Piercing wird vor allem ab der 20. Schwangerschaftswoche stark gedehnt.

Häufig stülpt sich der Nabel nach außen, so dass der Stichkanal zu einer Schwachstelle wird. Reißt dieser ein, heilt die Wunde schlecht. Es ist auch möglich dass dieser Riss bei dir immer größer wird. Hierdurch entstehen nicht nur Schmerzen, sondern es können sich auch Narben bilden. Zudem kann es durch deine veränderte Hormonlage auch schneller zu Entzündungen kommen, wodurch das Risiko einer Blutvergiftung ebenfalls steigt.

Auch die Gefahr einer allergischen Reaktion erhöht sich während deiner Schwangerschaft. Zudem stört ein solches Piercing bei deinen Untersuchungen, sowohl beim Ultraschall, als auch bei der CTG-Untersuchung. Hier muss das Bauchnabelpiercing meistens entfernt werden. Wie du siehst gibt es für das Tragen des regulären Bauchnabelpiercings während deiner Schwangerschaft viele Nachteile. Eine andere Möglichkeit wäre deshalb das Tragen eines Schwangerschaftspiercings. 

Das Schwangerschaftspiercing

Wenn du während der Schwangerschaft nicht auf dein Bauchnabelpiercing verzichten möchtest, kannst du dieses durch ein Schwangerschaftspiercing ersetzen. Diese Ringe oder Stäbe bestehen aus biologischem Kunststoff. Sie sind nicht nur länger, sondern auch flexibler als dein normales Bauchnabelpiercing und günstig in der Anschaffung.

Allerdings gibt es auch hier Risiken, welche du beachten solltest. Da die Stäbe länger sind, kannst du mit diesem Piercing leichter hängen bleiben, wodurch es zu Verletzungen am Stichkanal kommen kann. Außerdem kann es im Verlauf deiner Schwangerschaft dazu kommen, dass der Stab am Ende trotzdem zu kurz wird und entfernt werden muss, weil der Bauch zu groß geworden ist oder dein Bauchnabel besonders weit ausgestülpt ist. An Ringen kannst du ebenfalls hängen bleiben, jedoch können diese meistens länger und besser getragen werden als die Stäbe.

Bist du der Partner bzw. die Partnerin der Schwangeren, so solltest du in der Zeit der Schwangerschaft also nicht unbedingt einen Bauchnabelpiercing oder Intimpiercing schenken. Stattdessen kannst du deiner Frau bzw. Freundin z. B. diesen Schmuck online kaufen.

Vorteile der Schwangerschaftspiercings

  • Länger
  • Dehnbar
  • Ohne Allergie-auslösende Stoffe
  • Bio-Kunststoff
  • Risse und Entzündungen sind weniger wahrscheinlich, aber trotzdem ein Risiko

Das Bauchnabelpiercing direkt entfernen

Meistens raten die Frauenärzte dazu, das Bauchnabelpiercing so früh wie möglich zu entfernen. Es kann allerdings sein, dass du dieses nach der Geburt nicht mehr alleine durchstechen kannst. Meistens hat sich aber nur die oberste Hautschicht verschlossen. Die Vorteile für das Entfernen des Bauchnabelpiercings in der Schwangerschaft überwiegen. Du kannst nicht hängen bleiben und es kommt zu keinen Verletzungen. Dadurch wird auch das Risiko für Entzündungen minimiert.

Zudem brauchst du keine Angst vor unschönen Rissen und Narben haben, welche durch Verletzungen am Stichkanal entstehen könnten. Nach der Geburt kannst du das Loch vom Piercer wieder weiten oder neu stechen lassen. Damit solltest du aber warten, bis sich der Bauch vollkommen zurückgebildet hat.

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