Ordnung im Kinderzimmer schaffen ▷ So geht richtiges Aufräumen

Letztes Update: 2. Juli 2021

Dass die Kinderzimmer kleiner und größerer Kinder nicht immer vollkommen aufgeräumt sind, ist normal. Allerdings schafft eine gewisse Grundordnung eine wohnliche, angenehme Atmosphäre. Das kommt speziell jenen Kindern zugute, die in ein und demselben Zimmer spielen, lernen und schlafen. Kleine Räume wirken großzügiger, wenn Dinge nicht auf dem Boden herumliegen, sondern alles seinen festen Platz hat.

Ordnung Kinderzimmer

Aufräumen kann Spaß machen

Um die Ordnung im Kinderzimmer sollten sich Eltern niemals ganz alleine kümmern müssen – es sei denn, das Kind ist wirklich noch zu klein. Die Sprösslinge lernen, Verantwortung für das eigene Handeln zu tragen, indem Sie zum Beispiel die Bauklötze nicht nur ausräumen, nutzen und dann liegenlassen, sondern auch an der Aufräumaktion beteiligt werden.

Damit das gemeinsame Aufräumen nicht in ein Gequengel oder einen Machtkampf zwischen Erwachsenen und Kindern ausartet, sollte das Kind motiviert werden. Anders als bei Erwachsene reicht es als Motivation meistens nicht aus, dass das Kind hinterher ein schönes Zimmer hat. Stattdessen belohnen Eltern die Kleinen mit einem Ausflug zum Spielplatz, einer Süßigkeit oder einem gemeinsamen Spiel. So verknüpft der Sprössling das Aufräumen mit etwas Positivem.

In diesem Video erhältst du wertvolle Tipps rund ums Aufräumen im Kinderzimmer:

Regelmäßigkeit ist ein Muss

Je länger man mit dem Aufräumen des Kinderzimmers wartet, desto größer werden die Berge an Spielzeugen, Büchern und Kleidung im Zimmer. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig aufzuräumen.

Ist das Kind schon groß genug, kann man gemeinsam mit ihm einen Wochenplan erstellen. An welchen Wochentagen welche Bereiche aufgeräumt werden, entscheidet die Familie zusammen. Ansonsten können Eltern mit den kleinen Kindern am besten jeden Abend aufräumen. Hier ist es nicht wichtig, dass das Kind viel erledigt, sondern dass es überhaupt einbezogen wird.

Praktische Ordnungssysteme erleichtern das Aufräumen

Wenn die Spielsachen gar nicht in die dafür vorgesehenen Möbel passen, macht das Aufräumen natürlich keine Freude. Deshalb ist es wichtig, dass man einmal gemeinsam festlegt, welche Dinge wohin gehören und bei Bedarf Ordnungsysteme wie Regale kauft.

Es kann zum Beispiel ein separates Regal speziell für Bücher und Puppen geben. Truhen sowie Kisten aus Holz oder Metall bieten sich an, um Bauklötze oder andere eher kleinteilige Spielsachen unterzubringen.

Dinge, die das Kind nicht regelmäßig und vor allem selbstständig benutzen soll, werden am besten weit oben positioniert. Sideboards an den Wänden sorgen für zusätzliche Stauraum, ohne dass die Grundfläche des Kinderzimmers verkleinert wird. Hier werden natürlich nur Dinge abgestellt, die Kinder nicht alleine aufräumen müssen.

Multifunktionale Möbel zahlen sich aus

Manche Möbel sind so konzipiert, dass sie selbst aus kleinen Zimmern das Meiste herausholen. Hier handelt es sich zum Beispiel um Boxen zum Verstauen, die sich gleichzeitig zum Hinsetzen eignen. Auch Hochbetten gehören in diese Kategorie. Oben schlafen, unten Spielsachen verstauen? Mit einem multifunktionalen Möbelstück kein Problem!

Wichtig ist, dass die Möbel geschlossen sind. Auf diese Weise wird das Kind nicht vom Anblick vieler bunter Spielsachen abgelenkt, wenn es sich beim Lernen oder den Hausaufgaben konzentrieren soll. Zudem setzen Sachen keinen Staub an, die sich in geschlossen Truhen, Schränken oder Kommoden befinden. Dekoratives findet weiterhin auf offenen Regalen Platz, denn das Kinderzimmer soll kindgerecht, bunt und verspielt aussehen.

Alte Dinge regelmäßig ausmisten

Je weniger Dinge Kinder besitzen, desto eher schaffen sie es, auf Dauer Ordnung zu halten. Natürlich sollen die lieben Kleinen eine große Auswahl an Spielsachen genießen. Trotzdem werden alte Sachen wie z.B. Spielzeug aus der Babyzeit regelmäßig aussortiert, um mehr Platz für Neues zu schaffen und neuen Stauraum zu erhalten.

Eltern gehen mit dem Kindern regelmäßig die folgenden Kategorien durch, um Unbeliebtes zeitnah auszumisten:

  • Kleidung
  • Bücher
  • Puppen und Kuscheltiere
  • kleine Sammelfiguren, Brettspiele
  • Textilien
  • Bastelsachen, Malsachen und Schulsachen

Die Dinge, die man nicht mehr behalten möchte, verkaufen Eltern entweder für kleines Geld im lokalen Anzeiger oder geben sie an soziale Einrichtungen weiter. So schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Es kehrt Ordnung ins Kinderzimmer ein, man verdient sich etwas dazu und sozial benachteiligte Kinder erfreuen sich an neuen Dingen.

Alter und Gemütszustand des Kindes beachten

Ordnung Kinderzimmer Mädchen räumt aufJedes Kind ist anders. Während die eine vielleicht gerne beim Aufräumen und Aussortieren mithelfen, ist es für andere das Schlimmste, wenn Sachen weggeräumt werden müssen.

Natürlich hängt der Wille zum Aufräumen auch vom Alter ab. Eltern sollten zum Beispiel kleine Kinder oder Teenager nicht mit dem Aufräumen unter Druck setzen, wenn diese gerade ein schwierige Phase de Entwicklung durchlaufen.

Trotz all der Rücksichtnahme ist es wichtig, dass Eltern konsequent bleiben. Gibt es einen festen Tag, an dem aufgeräumt wird, halten alle Beteiligten diesen ein. Man kann zum Beispiel ein Auge zudrücken, wenn das Kind heute weniger gut mithilft als sonst. Denn zum dauernde Streitthema soll das Aufräumen nicht werden!

Fester Platz für jede Sache

Manchmal räumen Kinder schlichtweg deshalb nicht gerne auf, weil sie nicht wissen, wo die Sachen abgestellt oder hingelegt werden.

Damit die Familie langfristig Ordnung halten kann und das Aufräumens schneller von der Hand geht, bringt man eine gewisse Grundordnung ins Kinderzimmern. Eltern legen gemeinsam mit dem Nachwuchs fest, welche Sachen wo ihren festen Platz haben. An diesem System können sich die Kleinen später auch orientieren, wenn sie einmal alleine aufräumen.

Entdeckt man während des Aufräumens, dass nicht genügend Stauraum vorhanden ist, sollten Eltern dringend neue Möbel anschaffen. Sonst wir das Aufräumen schnell frustrierend!

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